Was ist tiergestützte Therapie?

Ich freue mich über Ihr Interesse an tiergestützter Therapie! Im Folgenden finden Sie Informationen rund um den Therapiebegleithund. 

 

Bevor näher auf die Definition von Therapiebegleithunden und deren Wirkfaktoren eingegangen wird, möchte ich dem voran über den Begriff "Tiergestützte Therapie" informieren. Sollten trotzdem noch Fragen zu diesem Thema offen sein, zögern Sie nicht mich zu kontaktieren! 

 

Tiergestützte Therapie (TGT): Tiergestützte Therapie ist eine zielgerichtete, geplante und strukturierte therapeutische Intervention, die von professionell im Gesundheitswesen, der Pädagogik oder der Sozial Arbeit ausgebildeten Personen angeleitet oder durchgeführt wird. Fortschritte im Rahmen der Interventionen werden gemessen und dokumentiert. TGT wird von beruflich (durch Lizenz, Hochschulabschluss oder Äquivalent) qualifizierten Personen im Rahmen ihrer Praxis innerhalb Ihres Fachgebiets durchgeführt und/oder angeleitet. TGT strebt die Verbesserung physischer, kognitiver, verhaltensbezogener und/oder sozio-emotionaler Funktionen bei individuellen Klienten an. (IAHAIO, ESAAT)

 

Was ist ein "Therapie-begleithund"?

Der Therapiebegleithund ist ein mit seinem Halter oder seiner Halterin für die therapeutische Arbeit ausgebildeter und geprüfter Hund, der durch gezielten Einsatz positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen erzielen soll. Der Hund hilft durch seine Anwesenheit und ist Teil des therapeutischen Konzepts. 

 


Weitere Definitionen

Der Begriff "Therapie"

Es wird immer wieder die Frage gestellt, ob tiergestützte Therapie eine eigenständige Therapieform sei. Diese Frage kann man einfach und klar mit "Nein" beantworten. Grundlage jeglichen Einbezugs von Hunden in einen therapeutischen Prozess bilden die Modelle und Theorien der jeweiligen Profession. Denn ein Einsatz eines Tieres erfolgt immer auf den Grundlagen des jeweiligen Fachgebiets. 

Im Fokus steht das Kind und nicht der Hund. Das tiergestützte Konzept beinhaltet also keine vorgeschriebenen Techniken, Methoden und Übungen, die mit allen Kindern in stets gleicher Weise zu absolvieren sind, sondern es berücksichtigt vielmehr die individuellen Möglichkeiten und bezieht diese in die Therapie mit ein. 

 

Assistenzhunde oder Servicehunde

Hunde, welche die Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben (Partizipation) direkt fördern, bezeichnen wir als Assistenzhunde. Diese Hunde kompensieren oder assistieren Menschen direkt bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens. Die Assistenzhunde unterschieden sich grundsätzlich von Besuchs- und Therapiebegleithunden dadurch, dass sie spezifisch für die individuelle Bedürfnislage eines Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen ausgebildet werden und sie mit diesem Menschen zusammenleben. Sie unterstützen Menschen in Aktivitäten, die zur selbstständigen Lebensgestaltung notwendig sind. Dies bedeutet, sie helfen mit, dass Menschen trotz körperlicher oder geistiger Einschränkung aktiv am Leben teilhaben können. Zu den Assistenzhunden werden Blindenführhunde, Signalhunde, Diabetikerwarnhunde und Epilepsiehunde gezählt.

 


Notwendigkeit spezifischer Weiterbildung

Es muss vollständig klar sein, dass ich als Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin dies auch in erster Linie bin und mich sekundär mit tiergestützter Therapie befasse. 

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Tiere einfach so - ohne spezifische Weiterbildung - in das Training integriert werden sollten. Es ist eine umfassende Weiterbildung nötig, die sich mit der Theorie und Praxis der tiergestützten Therapie befasst. Dazu kommt noch eine spezifische Ausbildung mit dem eigenen Hund und natürlich die Therapiebegleithunde-Prüfung. Nach Bestehen dieser Prüfung ist das Mensch-Hund-Team verpflichtet, an einer jährlichen Überprüfung teilzunehmen. Sollte der Hund zum Bespiel durch Krankheit nicht mehr tiergestützt arbeiten können, wird die Anerkennung auch wieder entzogen.