Dyskalkulie

Was ist Dyskalkulie?

Obwohl die Dyskalkulie noch nicht so weit erforscht ist, wie z.B. die Legasthenie, so lässt sich doch eine Vielzahl an Definitionen auffinden. Über alle Definitionen hinweg, können folgende Merkmale festgehalten werden:

  • nicht im Kontext einer allgemeinen Intelligenzminderung
  • nicht im Kontext einer allgemeinen Lernstörung/-behinderung
  • Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten:
    • im Zahlen/Mengen-Verhältnis
    • im Stellenwertverständnis und/oder
    • im Operationsverständnis
  • betrifft vor allem grundlegende Fertigkeiten

 


Anzeichen

Folgende Symptome finden sich in den unterschiedlichsten Kombinationen bei rechenschwachen Kindern:

  • Defizite in den Zählfunktionen, die Zählabfolge ist irrelevant
  • Zahlenverdreher
  • Defizite im numerischen Faktenwissen, oft als Folge häufiger Rechenfehler
  • Zählfehler
  • Defizite im Zahlengrößenvergleich
  • Defizite im Mengengrößenvergleich
  • größere Abweichungen am Zahlenstrahl
  • Defizite im verbalen Arbeitsgedächtnis
  • Defizite in der Inhibition (Unterdrückung/Vernachlässigung irrelevanter Informationen), v.a. bei Textaufgaben
  • Rechenangst
  • Defizite in der visuell-räumlichen Verarbeitung (vor allem bei der Geometrie, aber auch Beeinträchtigung der Vorstellung vom Zahlen"raum")
  • Motorische Defizite (die motorische Entwicklung der Finger ist für das Rechnen mit Fingern wichtig sowie für die kognitive Repräsentation der Finger)
  • Am Abzählen festhalten, nicht in Mengen denken

 


Diagnosestellung

Um das Training so individuell und effektiv wie möglich gestalten zu können, ist eine exakte Diagnose unentbehrlich. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Tests und Verfahren zur Überprüfung von Dyskalkulie. Großer Wert wird wie auch beim Verdacht auf Legasthenie auf die Überprüfung von Teilleistungen und Teilleistungsschwächen gelegt.

Eine ausführliche Diagnostik erfordert unterschiedliche Übungen zu den verschiedenen Teilleistungsbereichen und vor allem auch Zeit. Das Ziel sollte immer sein, dass das Kind zeigen kann, was es in den besten aller Situationen zu leisten imstande ist. Nur dann kann festgestellt werden, ob es sich tatsächlich um eine Teilleistungsschwäche handelt, die der Grund für Dyskalkulie sein kann.  


Training

Dyskalkulie Graz

Die Erstellung des Trainingsplans ist nach der Diagnose der nächste entscheidende Faktor, um einen optimalen Trainingserfolg erzielen zu können. Da die einzelnen Teilleistungen aufeinander aufbauen, werden diese auch nacheinander trainiert. 

Der Trainingsplan setzt sich zusammen aus:

  • Übungen zu den aktuell zu bearbeitenden Teilleistungen
  • Übungen zur Verbesserung der Symptome (Rechnen, Lesen, Schreiben)
  • Übungen zur Steigerung von Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Übungen zur Steigerung des Selbstwertes, der Motivation...

Im Idealfall finden die Trainingseinheiten wöchentlich statt, wobei in jeder Stunde die drei Bereiche Aufmerksamkeit, Sinneswahrnehmungen und Symptom trainiert werden. Um den bestmöglichen Fortschritt zu ermöglichen, bekommt das Kind kurze Aufgaben für zu Hause.


Kosten

Diagnosegespräch, Erstellung eines individuellen Trainingsplans, Befüllung einer Trainingsmappe, Abklärung des Trainingsverlaufes und Tipps für zu

Hause und die Schule

inkludiert im ersten 10er-Block (Einzelcoaching)                 gesamt:  

 

 

 

 

 

400€

Probestunde Einzelcoaching   38€
Einzelcoaching   50€

10er-Block Einzelcoaching

400€

Semesterkarte (17 Einheiten) Einzelcoaching (-5%)

646€